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TU Berlin

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Implementierung einer graphischen Benutzeroberfläche zur Steuerung eines Wellenfeldsynthesesystems


  • Bearbeiter: Hans-Joachim Mond
  • Kontakt: eddie.mond@tu-berlin.de
  • Angemeldet am: 15.02.2007
  • Eingereicht am: 26.07.2007
  • Betreuer: Prof. Dr. Stefan Weinzierl / Marije Baalman, M.Sc.

Themenstellung

Ziel dieser Magisterarbeit ist es im Rahmen der Weiterentwicklung der Wellenfeldsynthese-Software WONDER (Wave Field Synthesis Of New Dimensions of Electronic Music in Realtime) für diese eine graphische Benutzeroberfläche (GUI) zu konzeptionieren, zu implementieren und zu testen.

Die akustische Wellenfeldsynthese (WFS) ist ein Verfahren zur Erzeugung von Schallfeldern. Sie ermöglicht es mittels Lautsprechern ein Schallfeld auf Basis einer Beschreibung der ursprünglichen akustischen Umgebung andernorts realistisch zu reproduzieren. Weiterhin lässt sie sich zur Raumkompensation und zur kreativen akustischen Umgestaltung bestehender Räume einsetzen. Ebenso bietet sie neue künstlerische Perspektiven für die Darbietung z.B. von elektroakustischer Musik.

Als Teil der Medienausstattung des Hörsaals H0104 der TU-Berlin wird dort ein WFS-System installiert, welches von WONDER gesteuert werden soll. Hiermit ergeben sich für die Software und im Speziellen für die GUI die Anforderung, daß die Bedienbarkeit für erfahrene als auch für unerfahrene Benutzer (ohne Kenntnisse der WFS) gewährleistet ist. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Entwicklung einer neuen Darstellungsmöglichkeit für die zeitlich varianten zweidimensionalen Positionsparameter der Klangquellen. Diese spatio-temporalen Daten sollen für den Benutzer möglichst komfortabel und intuitiv editierbar visualisiert werden.


Expose (PDF, 24,0 KB)


Zusammenfassung


Die Gestaltung der Benutzerschnittstelle ist ein wichtiger Aspekt in der Interaktion zwischen Mensch und Computer. Die Gebrauchstauglichkeit eines ganzen Systems hängt entscheidend von ihr ab. Wie effektiv, effizient und zufriedenstellend ein Benutzer sein Ziel erreichen kann, wird neben dem Funktionsumfang des Produkts ganz entscheidend davon beeinflusst, wie gut und zielgerichtet er Kontrolle über dieses Werkzeug, welches ihm bei der Erfüllung seiner Arbeitsaufgabe behilflich sein soll, hat.


Ausgehend von den Grundlagen der Softwareergonomie und des benutzerzentrierten Gestaltungsprozesses wurden die Begriffe Gebrauchstauglichkeit und Nutzungskontext definiert. Aufbauend darauf wurden unter Verwendung der Norm DIN EN ISO 9241 und weiterer Quellen Kriterien für gebrauchstaugliche Software vorgestellt. Mit dem ErgoNorm-Initialfragebogen wurde ein Verfahren ausgewählt, welches auch für kleinere Softwareprojekte eine praxisgerechte Evaluation der Gebrauchstauglichkeit ermöglicht.
Eine praktische Anwendung der erarbeiteten Kriterien fand anhand des erstellten XWONDER GUIs statt. Es wurden allgemeine Anforderungen und vier konkrete Nutzungskontexte erstellt. Ausgehend von diesen Anforderungen wurden zentrale Konzepte für die Implementierung von XWONDER und die Umsetzung des Projektes vorgestellt. Das Projekt XWONDER wurde vollständig konzeptioniert. Da es sich bei WONDER um ein Projekt handelt, welches sich noch in der Entwicklung befindet, konnten noch nicht alle Merkmale von XWONDER implementiert werden.

Die aus den vier Nutzungskontexten erwachsenen Anforderungen können durch den momentanen Funktionsumfang noch nicht gänzlich erfüllt werden. Drei der Nutzungskontexte wurden vollständig implementiert. Für die vollständige Nutzung des Systems sind noch diverse Anpassungen im Backend, vor allem im Scoreplayer-Modul, notwendig, weswegen der vierte Nutzungskontext im zeitlichen Rahmen dieser Magisterarbeit noch nicht befriedigend umgesetzt werden konnte. Gerade dieser ist jedoch wichtig, um die mit XWONDER vorgestellte neuartige, dreidimensionale Benutzeroberfläche zu testen. Aus diesem Grunde konnte auch noch keine Evaluation der mit XWONDER erstellten Gestaltungshypothese über eine gebrauchstaugliche Benutzerschnittstelle vorgenommen werden. Da das Projekt XWONDER über diese Magisterarbeit hinaus weitergeführt wird, können weitere Iterationen des benutzerzentrierten Gestaltungsprozesses durchlaufen werden, um die Gebrauchstauglichkeit weiter zu erhöhen.

Implementierung einer graphischen Benutzeroberfläche zur Steuerung eines Wellenfeldsynthesesystems (PDF, 1,3 MB)

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