TU Berlin

Audio Communication GroupSteffen Lepa

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Dr. phil. Steffen Lepa M.A.

Lupe

Scientific collaborateur in cluster-of-excellence research project Medium und Emotion

Leader of research project:
"Survey Musik und Medien. Empirische Basisdaten und theoretische Modellierung der Mediatisierung alltäglicher Musikrezeption in Deutschland"


Office hours: Tuesdays 12-14h (Room H 2001 E)
If you are planning a visit, please send me an email in advance!


Contact:

E-Mail: steffen.lepa AT tu-berlin.de
Phone: +49 30 314 29313
Telefax: +49 30 314 21143

Private website

Research interests

  • Media reception / media use
  • Media education / instructional design
  • Social research methodology
  • Computer-based research and analysis instruments
  • Neurocognitive social media psychology
  • Bologna process and study programmee evaluation
  • Digital Cultures and media philosophy
  • Sound design, film music, multimedia production
  • youth culture / adolescence research

 

 

Publications

Dynamische Binauralsynthese als methodisches Werkzeug der angewandten Musikpsychologie
Citation key lepa_dynamische_2014
Author Lepa, Steffen and Lindau, Alexander
Year 2014
Address Erlangen
Note 00000
Abstract Versteht man unter „Musik“ gemäß Eduard Hanslick (1854) die „tönend bewegten Formen“, welche unsere Körper und Ohren erreichen und uns alltäglich ästhetischen und/oder hedonistischen Genuss verschaffen, so lässt sich ein deutliches Desideratum bisheriger musikpsychologischer Experimentalforschung feststellen: „Musikhören“ bedeutet(e) eigentlich immer auch einen Raum am Ort des darin positionierten eigenen Körpers zu hören; beim mediatisierten Musikhören im Alltag nehmen wir zudem auch noch die verwendeten Aufnahme-, Übertragungs- und Wiedergabetechnologien wahr. Diese Aspekte waren bislang jedoch selten Gegenstand musikpsychologischer Forschung – nicht zuletzt, weil ein geeignetes methodisches Werkzeug fehlte, welches geeignet wäre, den „Sound“ unterschiedlicher Räume und Medientechnologien im Laborkontext systematisch variiert darzubieten. Der Vortrag beginnt mit einer Übersicht psychophysiologischer Grundlagen, der Geschichte und Technologie, den Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen des Verfahrens der dynamischen Binauralsynthese, welche eben jene Aufgabe für die empirische Musikpsychologie leisten könnte. Anschließend werden am Beispiel eines DFG-geförderten Forschungsprojekts die mit dieser neuen Technologie verbundenen Chancen und Herausforderungen zur Diskussion gestellt. Es ging dem Projekt um die Abhängigkeit musikalischer Emotionsempfindungen von den zur Wiedergabe verwendeten Medientechnologien und deren Fähigkeit zur Evokation einer räumlichen Szene – welche mutmaßlich auch mit den affektiv-ästhetischen Empfindungen beim Musikhören im Zusammenhang steht. Im Experiment konnte anhand der Daten von 306 Versuchspersonen gezeigt werden, dass das dynamisch-binaural simulierte technische Wiedergabemedium (hier: „HiFi-Kopfhörer“, „Stereo-Lautsprecher“ oder „Live-Konzert-Simulation“) unabhängig von den dargebotenen Musikstücken unterschiedlicher Genres für die Intensität des empfundenen affektiven Ausdrucks der Musik eine signifikante Rolle spielt. Die Unterschiede lassen sich hypothesengemäß auf das unterschiedliche Ausmaß sensomotorischer Cues der Raumwahrnehmung in den drei simulierten, prototypischen musikalischen Wiedergabesituationen zurückführen und bilden sich auch in signifikanten Unterschieden bei Post-Treatment-Messungen einer für die auditive Modalität adaptierten Variante der MEC-SPQ-Skala zum ‚räumlichen Präsenzerleben‘ (Wirth u. a., 2008) ab. Beide Effekte zeigten sich zudem als unabhängig von den gleichzeitig per Instruktion manipulierten Erwartungen an die räumliche Darbietungsqualität der auditiven Wiedergabetechnologie und auch stabil unter Einbezug diverser Kontrollvariablen (PANAS, Need for Affect, Soziodemographie). Bei der Ergebnisdiskussion ist zu bedenken, dass die experimentalpsychologische Stärke der Technologie in Bezug auf interne Validität genau ihre Schwäche in Bezug auf externe Validität darstellt: Simuliert werden letztlich nur Schallfeldunterschiede, während jede Hörerfahrung im Alltag ein komplexes, holistisches Geschehen in einem sozialen Kontext darstellt (DeNora, 2000), dessen phänomenologischer Charakter wiederum in Abhängigkeit zu bestimmten materiellen Eigenschaften der je verwendeten Technologie steht, die nicht unbedingt ausschließlich auf das Schallfeld zurückgehen müssen. So erlaubt beispielsweise das Kopfhörer-Hören im öffentlichen Nahverkehr effektiv das akustische Ausschließen der klanglichen Umwelt, was für viele Menschen im Sinne von „Cocooning“ eine relevante Leistung der Kopfhörer-Technologie im Alltag darstellt (Weber, 2010). Diese verschließt sich jedoch einer direkten laborexperimentellen Analyse. In diesem Sinne lassen sich mit dynamischer Binauralsynthese in Bezug auf „Medienunterschiede“ experimentell nur solche kognitiv-affektiven Mechanismen herausarbeiten, welche allein auf Schallfeldunterschiede zurückgehen – dies jedoch mit einem hohen Grad an interner Validität. Eine weitere interessante Möglichkeit, die wir am Schluss des Vortrags diskutieren möchten, ist die Fähigkeit dynamischer Binauralsynthese, nicht nur unterschiedliche Medientechnologien, sondern auch unterschiedliche Abhörräume und Zuhörerpositionen zu simulieren. Damit erschließt sich zusätzlich der „Raum“ als „Medium“ der akustischen Medienwiedergabe einer musikpsychologischen Analyse.
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Curriculum Vitae

since 2012
Project leader of national-funded research project “Survey Musik und Medien. Empirische Basisdaten und theoretische Modellierung der Mediatisierung alltäglicher Musikrezeption in Deutschland” as part of the DFG-priority programme DFG-Schwerpunktprogramms “Mediatisized Worlds” .

since 2010
Postdoc researcher at the Audio Communication Group, Institute for Language and Communication at Technical University of Berlin, in the research project “Medium und Emotion” as part of the Berlin Cluster of Excellence network “Languages of Emotion

2009 – 2010
Teaching appointment for questionaire design and graphical data analysis with SPSS at the Faculty for Education and Social Sciences at Oldenburg University

2009 – 2010
Scientific lecturer (social research methodology) at the Institute for Pedagogics der Universität Oldenburg

2009 – 2010
Teaching appointment for multivariate statistics at the Faculty for Education and Social Sciences at Oldenburg University

September 2009
Promotion to a Doctor of Philosophy (“summa cum laude”) by the Faculty for Education and Social Sciences of Oldenburg University with the dissertation thesis:
“Jenseits des Films. Quantitativ-inhaltsanalytische Rekonstruktion von filmischen Verstehens- und Aneignungsprozessen mit Hilfe der Postrezeptiven Lesartenanalyse (PLA)”, supervised by Prof. Yvonne Ehrenspeck (general pedagogics) und Prof. Bernard Kittel (social research methodology)

2007 – 2010
Scientific lecturer (media education, social research methodology) at the Institute for Pedagogics at Oldenburg University

2007 – 2009
Teaching appointment for statistics with SPSS at the Faculty for Education and Social Sciences at Oldenburg University

2005 – 2009
Teaching appointment for digital audio editing at Braunschweig University of Fine Arts

2005 – 2007
Scientific research assistant in the national funded research project “Kommunikatbildungsprozesse Jugendlicher zur Todesthematik und Filmische Instruktionsmuster” at the Arbeitsbereich “Philosophie der Erziehung” (Prof. Dieter Lenzen) at Freien Universität Berlin

2005 – 2006
Teaching appointment for information psychology at the Ostfalia University of Applied Sciences

2003 – 2005
Master Study of Media Management at the Hannover University of Music, Drama and Media (Master of Arts degree, final grade: 1,5 / ECTS-Grade B – very good)

2003 – 2005
Responsible leader of the digital audio studio of the Central Media Service Unit at Braunschweig University of Fine Arts

2002
Student research assistent at the BmBF/MWK-funded research project “CRIMP – Criteria for Evaluation of Audiovisuals in Multimedia Production“, of the Research Centre L3S, University of Hannover

1998 – 2003
Master study of Media Studies, Psychology and Media Technology at the Technical University of Braunschweig and Braunschweig University of Fine Arts (Master of Arts degree with final grade: 1,3)

1997 – 1998
Alternative civilian service at the daycare house for the elderly disabled of Lebenshilfe gGmbH, Braunschweig

1997
University entrance diploma (“Abitur”) in English, Music, History (bilingual) und Computer Science at the Gymnasium Ricarda-Huch-Schule, Braunschweig, Germany (final grade: 1,8)

born on July, 30th 1978 in Braunschweig, Lower Saxony, Germany.

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