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Jenseits des Films - Postmortem-Kino als Sinnagentur für jugendliche Häretiker?
Zitatschlüssel lepa_Lepa2007b0
Autor Lepa, Steffen and Geimer, Alexander
Buchtitel Medien - Diskurse - Deutungen. Dokumentation des 20. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquiums
Seiten 36–43
Jahr 2007
Adresse Marburg
Herausgeber Becker, Andreas R. and Hartmann, Doreen and Lorey, Don Cecil
Verlag Schüren
Zusammenfassung In Fortsetzung unseres eher theoretisch-methodisch orientierten Vortrages beim 19. FFK möchten wir hiermit nun ein Jahr später ausgewählte Ergebnisse des damals vorgestellten DFG-Projekts Kommunikatbildungsprozesse Jugendlicher zur Todesthematik und filmische Instruktionsmuster vortragen. Da die Darstellung der zugrunde liegenden Theorien und Methoden schon beim vergangenen FFK Inhalt unseres Vortrages war, beschränken wir uns hier in erster Linie auf die Beschreibung der Hypothesen und Ergebnisse. In Kürze ein paar Erläuterungen zum Erkenntnisinteresse, welches auf die kontemporäre Auseinandersetzung Jugendlicher mit dem anthropologischen Elementarfaktum des Todes abzielt: Seit den neunziger Jahren etablierte sich in der Kinolandschaft das Genre des „Post-Mortem-Kinos“2. Die Helden dieser Filme sind eigentlich tot, aber leben in verschieden gearteten Zuständen zwischen einem Diesseits und einem Jenseits weiter. Dieser Zustand lässt sich meistens nicht mit klassischen religiösen Kategorien erklären. Das Anliegen vieler „Post-Mortem-Filme“ scheint vielmehr die Dekonstruktion religiöser Kategorien und der christlich-abendländischen Todesmythologie zu sein, wodurch diese Filme als Untersuchungsmaterial besonders interessant werden. Der kommerzielle Erfolg der „Post-Mortem-Filme“ weist auf ein gewisses Orientierungsbedürfnis bei Jugendlichen für thanatologische Fragestellungen hin, welches sich auch bereits in Interviews mit Jugendlichen im Rahmen einer Vorstudie unserer Arbeitsgruppe zeigte. Uns beschäftigte im hier dargestellten Projekt folglich die Frage, ob und auf welche Weise die Orientierungsbildung von Jugendlichen zu den Themen Tod und Jenseits durch die Rezeption von Post-Mortem-Spielfilmen beeinflusst wird.
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