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Alles nur noch „digital“? Die Audiorepertoires des alltäglichen Musikhörens in Deutschland
Zitatschlüssel lepa_alles_2014-1
Autor Lepa, Steffen
Seiten 435–454
Jahr 2014
ISSN 0033-4006, 1862-2569
DOI 10.1007/s11616-014-0215-3
Journal Publizistik
Jahrgang 59
Nummer 4
Notiz 00000
Zusammenfassung Mit der Digitalisierung hat sich eine Vielzahl neuer Technologien des Musikhörens entwickelt. Bei vielen Nutzerinnen und Nutzern ergänzen sie lediglich die vorhandenen Möglichkeiten, wodurch komplexe transmediale Muster entstehen. Dies erschwert es der Medienforschung zunehmend, dominierende Nutzungsweisen von Musik angemessen zu erheben und zu beschreiben. Unsere Studie begegnet diesen Herausforderungen mit Hilfe des Medienrepertoire-Ansatzes (vgl. Hasebrink und Popp 2006) und entwickelt eine repräsentative Typologie des alltäglichen medialen Musikhörens der Deutschen. Daten aus einer CATI-Repräsentativbefragung zur selbstbestimmten Musikmediennutzung in 2012 werden einer Latent Class Analysis mit Kovariaten (vgl. Collins und Lanza 2010) unterzogen. Es ergeben sich sechs idealtypische Audiorepertoires, die sich qualitativ und quantitativ deutlich unterscheiden. Eine multinomiale Regression zeigt, dass sich die Klassenzugehörigkeiten vor allem durch Geburtskohorten (50 \%) und nachrangig durch Einkommen, Bildung und Geschlecht erklären lassen. Wir leiten hieraus eine mediatisierungstheoretische Interpretation der Audiorepertoires auf der Grundlage des Generationenkonzepts (vgl. Mannheim 1928) ab, die in geplanten Anschlussuntersuchungen quantitativ und qualitativ überprüft und vertieft werden soll.
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