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Kulturelle Ökonomie und Urheberrecht im Zeitalter der digitalen Mediamorphose der Musik
Zitatschlüssel lepa_kulturelle_2014
Autor Lepa, Steffen
Jahr 2014
Adresse Marburg
Notiz 00000
Zusammenfassung Seit der europäischen Neuzeit wird Musik als juristisch schützenswertes ‚geistiges Eigentum‘ von ‚Urhebern‘ begriffen. Entlang der Medienentwicklung wurde dazu ein Regime immaterieller Eigentumsrechte errichtet, so dass Musik zu einer handelbaren Massenware werden konnte. Mit der Verbreitung elektronischer Reproduktions¬technologien und schließlich der „digitalen Mediamorphose“ (Smudits, 2004), wurde diese Idee jedoch zunehmend praktisch unterlaufen (Cooper & Harrison, 2001) und nur noch konzeptuell durch das Urheberrecht aufrechterhalten. Ausgehend von einem Verständnis von Musik als sozial-performativer Handlung (Small, 1998), sowie der Kommunikationstheorie James Careys (1989) nimmt der Beitrag eine historische Rekonstruktion des Aufstiegs, Erfolgs und der Krise der Idee von Musik als Ware und ästhetischem Objekt vor und zeichnet dabei das Zusammenspiel von gesetzlichen Normvorstellungen und medientechnologischen Entwicklungen nach. Abschließend wird der aktuelle Stand der Mediatisierung der Musikrezeption in Deutschland auf Basis aktueller empirischer Befunde des DFG-geförderten Forschungsprojekts „Survey Musik und Medien“ in den Blick genommen und anhand dieser diskutiert, inwiefern das Konzept von ‚Musik als Ware und Werk’ in Zukunft noch Bestand haben kann und welche Schlussfolgerungen sich daraus für den ‚Schutz der Urheber’ von Musik im 21. Jahrhundert ziehen lassen.
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