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TU Berlin

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Analyse nach Heinrich Schenker – Schenkerian Analysis

Inhalt: Wie entsteht eigentlich musikalischer Zusammenhang? Warum empfinden wir z.B. einen Satz einer Klaviersonate nicht als bloße Ansammlung von verschiedenen Tönen, sondern als ein geschlossenes Ganzes? Bei dem Versuch, diese Frage zu beantworten, hätten beispielsweise Hugo Riemann und Arnold Schönberg auf die Einheit der Motivik verwiesen, Heinrich Mersmann auf eine (verborgene, aber dennoch wirksame) Substanzgemeinschaft der unterschiedlichen musikalischen Gestalten. Die Musiktheorie Heinrich Schenkers (1868–1935), wie sie uns insbesondere in seinem 1935 veröffentlichten Hauptwerk »Der freie Satz« entgegentritt, ist hingegen dezidiert eine Theorie der tonalen Musik. Ihr liegt u.a. die Vorstellung zugrunde, dass in den Werken der Klassik und Romantik musikalischer Zusammenhang nicht in erster Linie durch Motive, sondern durch die spezifische Auskomponierung der funktionalen Harmonik gestiftet wird. Dabei spielt insbesondere die Differenzierung des Tonsatzes in die Schichten Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund eine tragende Rolle. Schenkers musiktheoretische Publikationen fanden nach dem 2. Weltkrieg insbesondere in Nordamerika größere Beachtung: Kaum eine englischsprachige Analyse der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts kommt ohne einen ›Schenker-Graph‹ aus, und »Schenkerian Analysis« gehört zum festen Bestandteil der universitären Musiktheorieausbildung.

Das Seminar ist dreigeteilt. In einem ersten Teil werden die wesentlichen Kategorien, Prinzipien und Begriffe der Analyse nach Schenker erarbeitet. Im zweiten Teil, der von Allen Cadwallader (Oberlin College, Ohio), einem der zurzeit führenden Vertreter der Schenkerian Analysis, geleitet wird, wird das zuvor Erarbeitete vertieft und differenziert. Ein abschließender dritter Teil ist der Kritik und einigen Weiterentwicklungen der Theorie gewidmet.

  • Module MA-AKT 22, BA-KulT Wahlbereich

Zeitraum und Ort

Zeitraum: 01.11.2013–13.12.2013

Wochentag / Zeit:

Fr., 01.11.2013, 15–18 Uhr

Sa., 16.11.2013, 10–17 Uhr

Fr., 29.11.2013, 14–17 Uhr

Sa., 30.11.2013, 10–17 Uhr

So., 01.12.2013, 10–13 Uhr

Fr., 13.12.2013, 15–18 Uhr

Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft, Am Kupfergraben 5, 10117 Berlin, Raum 401.

Anmeldung: http://moodle.hu-berlin.de/enrol/index.php?id=56028

Dozenten und Tutoren

Dozenten: Oliver Schwab-Felisch, Prof. Dr. Allen Cadwallader (Oberlin College and Conservatory of Music, Oberlin, OH), Dr. Ullrich Scheideler (Humboldt-Universität zu Berlin)

Weitere Informationen

Veranstaltungstyp:  Blockseminar

Umfang: 2 SWS

Veranstaltungsnummer: 3135 L 783

Voraussetzungen: Fundierte Vorkenntnisse in Kontrapunkt und Harmonielehre werden empfohlen.

Leistungsnachweis: PäS: Protokollierte praktische Leistungen und Kurzreferat bzw. Protokoll. 

Das Seminar wird in Kooperation von TU und Humboldt-Universität veranstaltet.

Zusatzinformationen / Extras

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