direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Evaluation von Kammfiltereffekten bei Laufzeitstereophonie mit mehr als zwei Mikrophonen

  • Autor: Martin Rode
  • Datum: 28. Juli 2005
  • Gutachter: Prof. Dr. Stefan Weinzierl / Prof. Dr. Brigitte Schulte Fortkamp

 

Zusammenfassung

Kammfiltereffekte stellen bei Aufnahmen mit Laufzeitstereophonie mit mehr als zwei Mikrofonen ein Problem dar. Der Einsatz von mehr als zwei Mikrophonen bedingt, daß in der Stereoabmischung die Signalanteile einzelner Mikrophone summiert werden. Kammfiltereffekte können so entstehen und gegebenenfalls als negativ hörbare Klangverfärbung auftreten.
 
Gegenstand der Arbeit ist eine Untersuchung über die auditive Beurteilung von Kammfiltereffekten bei Aufnahmen, welche unter Verwendung des Decca-Tree und der ABC-Anordnung realisiert wurden. Im Vordergrund dieser Untersuchung steht ein Hörtest mit Versuchspersonen, welche sich aus dem Kreis professioneller Tonschaffender rekrutieren.

Zunächst wird erläutert, wie Kammfiltereffekte entstehen, welches Charakteristikum sie aufweisen und welche Parameter ihre Ausprägung bestimmen. Hierbei wird vor allem auf die Bedeutung der Laufzeitunterschiede und auf die dadurch resultierenden Pegelunterschiede der Signale eingegangen. In diesem Kontext werden auch in der Praxis gängige, bestehende Faustregeln zur Vermeidung hörbarer Klangverfärbungen besprochen.

Nach einer generellen Betrachtung der Laufzeitstereophonie, wird die Entstehung von Kammfiltereffekten anhand der ABC-Anordnung und des Decca-Tree im Speziellen problematisiert. Dies geschieht durch eine in Matlab realisierte Simulation der kammfilterbedingten Pegeleinbrüche, welche sich ortsabhängig durch die Position der Schallquelle ergeben. Auf Basis der Erkenntnisse der Simulation werden Aufnahmen zur Produktion von Hörbeispielen durchgeführt, welche im Hörtest verwendet werden.

 Es wird dabei zwei Fragen nachgegangen:

  1. Wie verhält sich die Wahrnehmbarkeit von Kammfiltereffekten in Abhängigkeit zur Mikrophonbasis? Lassen große oder kleine Mikrophonbasen Kammfiltereffekte stärker wahrnehmbar erscheinen?
  2. Wie wirkt sich das Diffusfeld auf die Wahrnehmbarkeit der Kammfiltereffekte aus? Nimmt die Wahrnehmbarkeit mit zunehmendem Diffusanteil ab?

In Bezug auf diese gestellten Fragen werden dann die Ergebnisse diskutiert und dargestellt. Der Einfluß des Diffusfeldes auf die Hörbarkeit stellt sich zum einen für beide Mikrophonanordnungen unterschiedlich dar und ist zum anderen in beiden Fällen, nicht signifikant zu verifizieren. Überaschenderweise lassen sich auch anhand der Ergebnisse unter Tonmeistern verbreitete Regeln, wie die Einhaltung von Mindestabständen bei der Dimensionierung von Mikrophonbasen nicht nachweisen.

Evaluation von Kammfiltereffekten bei Laufzeitstereophonie mit mehr als zwei Mikrophonen (PDF, 3,0 MB)

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe